Ein Tag im Wald
Die Kinder werden morgens um 8.30 Uhr von den Eltern wettergerecht gekleidet zum Treffpunkt gebracht. Dort verabschieden sich die Eltern und die Gruppe begrüßt sich mit einem Lied, bevor gemeinsam entschieden wird, an welchem der mittlerweile über 20 verschiedenen „Spielplätze“ im Wald der Vormittag verbracht werden soll.
Am Ziel angekommen, werden die Rucksäcke abgeschnallt und jedes Kind entscheidet selbst, was es mit wem und wann machen möchte. Die Aktivitäten sind vielfältig: Klettern, Balancieren, Bauen, Buddeln, Sägen, Schnitzen, Sammeln, einer Geschichte zuhören, Rollenspiele, Beobachten, die Gegend erkunden, sich ausruhen oder erst mal Frühstücken. Der Freiraum Wald bietet Kindern nahezu grenzenlos viele Erfahrungsmöglichkeiten, die sie für ihre physische und psychische Entwicklung brauchen. Hier werden die sozialen, emotionalen, motorischen, kreativen, sinnlichen und kognitiven Kräfte angeregt und finden in selbstbestimmtem, selbstbewussten Handeln ihren Ausdruck. Programmorientiertes, direktives Arbeiten tritt zugunsten einer situationsbezogenen erzieherischen Herangehensweise zurück. Die Erzieherinnen begleiten die Aktivitäten der Kinder, beobachten und unterstützen sie, wo es erforderlich ist.
Der Vormittag endet mit einem Abschlusslied, bevor sich die Gruppe auf den Rückweg zum Treffpunkt macht, wo die Kinder um 12.30 Uhr von ihren Eltern in Empfang genommen werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit eines kurzen Austauschs zwischen Erzieherinnen und Eltern.